Was kostet eine GEO Agentur 2026? Preise für Audit und KI Sichtbarkeit, geprüft an 22 Anbietern
GEO Agentur Kosten 2026: was 22 Anbieter wirklich verlangen
GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization, also die Arbeit an der Sichtbarkeit einer Marke in KI-Antworten. Eine GEO Agentur kostet im DACH Raum 690 bis 6.500 Euro monatlich, ein einmaliges Audit für KI-Sichtbarkeit 790 bis 4.500 Euro. Entscheidend für den Vergleich ist aber nicht der Preis, sondern ob daneben steht, wie viele Fragen über wie viele KI Systeme geprüft werden. Bei zwei von 22 geprüften Anbietern steht das öffentlich.
1. Was kostet eine GEO-Agentur 2026? Die kurze Antwort
Eine GEO Agentur kostet im DACH Raum zwischen 690 und 6.500 Euro im Monat. Einmalige Audits für KI-Sichtbarkeit liegen zwischen 790 und 4.500 Euro. Häufig genannt wird ein Mittelwert um 3.500 Euro monatlich. Diese Zahlen stammen aus einer Auszählung öffentlicher Preisseiten von Anbietern für Generative Engine Optimization, Stand September 2026.
Die Spanne ist damit fast zehnmal so breit wie im klassischen SEO. Das hat einen Grund, und der liegt nicht in der Qualität. Er liegt darin, dass die meisten Dienstleister gar nicht sagen, was sie liefern.
Wir haben für diesen Beitrag 22 spezialisierte Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft, Hubert Strategies nicht mitgezählt. Neun nennen einen konkreten Preis oder ein konkretes Preisband. Zwei nennen ihn teilweise. Elf nennen keinen. Wer also eine GEO-Agentur nach Preis vergleichen will, findet bei weniger als der Hälfte des Marktes überhaupt eine Zahl. Wer zuerst wissen will, wo er selbst steht, braucht dafür ohnehin keine Agenturauswahl, sondern den Status quo der KI-Sichtbarkeit.
Die zweite Zählung ist die unangenehmere. Ein Preis allein sagt noch nichts, solange daneben nicht steht, wofür er gilt. Prüft man beides zusammen, teilt sich der Markt in drei Gruppen: Zwei Anbieter nennen einen Preis und dokumentieren zugleich ihren Messumfang, also wie viele Fragen sie testen und über welche KI-Systeme. Sieben nennen einen Preis, lassen den Umfang aber offen, meist als Einstiegspreis nach dem Muster “ab 2.500 Euro monatlich”. Dreizehn nennen keinen belastbaren Preis. Bei zwei von 22 Anbietern lässt sich also vor dem Erstgespräch erkennen, was man für sein Geld bekommt.
Auf einen Blick
GEO Agentur Kosten sind die Preise für Generative Engine Optimization, also für die Arbeit an der Sichtbarkeit einer Marke in KI-Antworten. Sie liegen im DACH Raum bei 690 bis 6.500 Euro monatlich für laufende Betreuung und bei 790 bis 4.500 Euro für ein einmaliges Audit, Stand September 2026. Der Preis richtet sich nach Inhaltsmenge, technischem Umfang und Reichweite außerhalb der eigenen Website.
Was das für Sie heißt
Vergleichen Sie Angebote nicht über den Monatspreis. Fragen Sie stattdessen, was in diesem Monat tatsächlich entsteht: wie viele Texte, welche technische Arbeit an Ihrer Website, wie viele Nennungen bei Dritten. Zwei Angebote mit derselben Zahl auf dem Deckblatt können sich in der Arbeit dahinter um das Fünffache unterscheiden. Eine Zahl wird erst dann zu einer Information, wenn die Menge daneben steht.
2. Warum die Kosten von 690 bis 6.500 Euro so breit streuen
Die Preisspanne entsteht nicht durch unterschiedliche Qualität, sondern durch unterschiedliche Leistungstiefe. Hinter zwei Angeboten mit demselben Namen können völlig verschiedene Arbeitspakete stecken.
Am unteren Ende steht meist ein Werkzeugzugang mit Monatsbericht. Sie bekommen ein Dashboard, das zeigt, ob Ihre Marke in KI-Antworten auftaucht. Am oberen Ende steht Content-Produktion, technische Arbeit an Entitäten (den eindeutig benannten Größen, die KI-Systeme einer Marke zuordnen) und Schema, dazu Pressearbeit und Erwähnungen auf fremden Seiten. Erst diese Kombination ergibt eine GEO-Strategie.
Der Unterschied ist erheblich, weil KI-Systeme bei Empfehlungsfragen überwiegend aus Drittquellen schöpfen. Wer nur die eigene Website optimieren lässt, arbeitet an der kleineren Hälfte des Problems. Was am Ende dabei herauskommt, haben wir getrennt durchgerechnet: was GEO einbringt.
Ein Beispiel aus der Preisliste eines Anbieters, der seine Umfänge offenlegt: 3.900 Euro monatlich für zwei zitierfähige Fachinhalte, laufende Entitätenarbeit, einen Monatsbericht gegen eine dokumentierte Ausgangsmessung und eine Reaktionszeit von zwei Werktagen. Bei sechs Monaten Mindestlaufzeit. Das ist teuer, aber es ist nachvollziehbar teuer.
3. Generative Engine Optimization und klassische SEO: warum das zwei Budgets sind
Generative Engine Optimization ist nicht die Fortsetzung von SEO mit anderem Namen, auch wenn manche Anbieter LLMO, Language Model Optimization und GEO synonym verwenden. Klassische SEO arbeitet an Keywords, Backlinks und technische Optimierung der eigenen Website, damit organische Rankings steigen. GEO arbeitet daran, dass Sprachmodelle Marken als vertrauenswürdig einordnen und in KI-generierten Antworten nennen.
Der Unterschied ist messbar. Nach einer Ahrefs-Auswertung von 15.000 Suchanfragen stehen nur rund elf Prozent der URLs, die ChatGPT, Google Gemini, Copilot und Perplexity zitieren, gleichzeitig in den Google Top 10. Wer also seine Rankings bei klassischen Suchmaschinen kennt, weiß noch nicht, ob Gemini oder Perplexity ihn kennen.
Praktisch heißt das: Ein GEO Budget bezahlt die Optimierung von Inhalten, saubere Entitäten, damit eine Marke überhaupt als Entität erkannt werden kann, und externe Signale in Form von Erwähnungen bei Dritten. Für mittelständische Unternehmen gehört es ins Marketing, oft neben das Content Marketing, aber nicht in denselben Posten wie SEO. Was das konkret für den Mittelstand bedeutet, hängt vor allem an der Menge an Inhalten, die ohnehin entsteht. Es bezahlt nicht dieselbe Arbeit wie SEO, auch wenn beide Suchsysteme bedienen. Wer beides aus einem Topf finanziert, kürzt am Ende dort, wo gerade keine Zahl blinkt. Die Verbindung von SEO und GEO ist sinnvoll, die Vermischung der Budgets nicht: Wer in generativen Systemen digitale Sichtbarkeit aufbauen will, muss beide Posten getrennt planen und beide optimieren.
4. Was kostet ein GEO Audit für Ihre KI-Sichtbarkeit, und was muss darin stehen?
Ein GEO Audit kostet zwischen 790 und 4.500 Euro. Die Zahl allein sagt wenig, denn der Umfang schwankt stärker als der Preis.
Nur wenige GEO-Agenturen beziffern, was sie prüfen. Ein Anbieter nennt zwölf reale Kundenfragen über ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews, dazu drei Sofortmaßnahmen und ein halbstündiges Gespräch, für 890 Euro in fünf Werktagen. Ein anderer verlangt 3.500 Euro und beschreibt den Prozess, ohne die Zahl der getesteten Fragen zu nennen.
Genau diese Zahl entscheidet aber über den Wert. Eine einzelne Frage, einmal gestellt, ist eine Momentaufnahme. Antworten aus KI-Systemen schwanken von Tag zu Tag, sie sind personalisiert und regionalisiert. Wer Sichtbarkeit messbar belegen will, braucht ein festes Fragenset, mehrere Systeme und Wiederholung über Wochen. Erst dann ist ein Wettbewerber-Vergleich strategisch verwertbar.
Wie ein solches Audit von der Ausgangsmessung bis zum Maßnahmenplan abläuft, steht ausführlich in Ablauf eines Audits. Vier Angaben gehören deshalb in jedes Audit Angebot: die Zahl der geprüften Fragen, die abgedeckten KI Systeme, ob ein Wettbewerbsvergleich enthalten ist und ob eine dokumentierte Ausgangsmessung entsteht. Fehlt eine davon, kaufen Sie einen Screenshot.
5. Welche GEO-Agenturen gibt es, und was kann jeder Typ strategisch nicht?
Der Markt für Generative Engine Optimization besteht aus sechs Anbietertypen mit unterschiedlicher Herkunft. Jeder Typ hat eine strukturelle Stärke und eine strukturelle Lücke, und die Lücke ist für die Auswahl wichtiger.
|
Typ |
Kann gut |
Kann strukturell nicht |
Preisniveau |
|---|---|---|---|
|
SEO Agentur mit GEO als Zusatz |
Technik, Schema, semantische Content-Struktur, Keywords |
Pressearbeit, redaktionelle Erwähnungen |
1.500 bis 5.000 Euro monatlich |
|
PR und Kommunikation |
Erwähnungen in Medien und Verzeichnissen |
technisches Schema, strukturierte Daten |
1.000 bis 5.000 Euro monatlich |
|
Werkzeuganbieter |
Messung, Monitoring, Vergleich |
Umsetzung: kein Inhalt, keine Technik, keine PR |
25 bis 500 Euro monatlich |
|
Spezialisierte GEO-Agenturen |
fokussierte Methodik, offene Ausgangsmessung |
dünne Referenzlage, kleine Teams |
Audit 890 bis 4.500 Euro, Betreuung 2.500 bis 6.500 Euro |
|
Einzelberater |
schlanke Beratung, Wissenstransfer ins Team |
Skalierung, parallele Produktion |
690 bis 1.980 Euro einmalig |
|
Full Service Digitalagentur |
alles unter einem Dach, weniger Koordination |
GEO oft ein Zusatz ohne Tiefe |
ab 3.000 Euro monatlich |
Die Grenzen sind hart. Eine SEO Agentur macht selten Pressearbeit, obwohl gerade PR-gestützte GEO die Drittquellen erzeugt, aus denen KI-Systeme zitieren. Eine PR Agentur baut selten Schema. Ein Werkzeuganbieter liefert Messung, aber keine Umsetzung. Mehrere Werkzeuganbieter betreiben deshalb eigene Partnerprogramme für Agenturen, was zeigt, dass Messen und Machen in der Praxis getrennte Rollen sind.
Ein ehrlicher Anbieter benennt seine Lücke selbst. Wer auf die Frage nach Pressearbeit mit “wir können alles” antwortet, hat sie nicht beantwortet.
Wissen Sie, in welchen KI-Antworten Ihre Marke vorkommt?
Der Kurzcheck prüft einen auf Ihr Angebot zugeschnittenen Fragenkatalog über drei KI-Systeme und liefert Befund plus drei Sofortmaßnahmen. Festpreis 990 Euro, fünf Werktage.
6. Sichtbarkeit in KI-Systemen messen: Warum Werkzeugpreise den Retainer erklären
Die Messung, die viele Angebote in den Mittelpunkt stellen, ist der günstigste Teil der Kette. Werkzeuge für das Monitoring von KI-Antworten kosten zwischen 25 und 500 Euro im Monat, mehrere bieten kostenlose Einstiegsversionen.
Der Listenpreis täuscht dabei. Die Tarife enthalten typischerweise drei KI-Systeme, jedes weitere kostet extra, und zwar je nach Anbieter 25 bis 55 Euro monatlich. Wer alle sechs relevanten Systeme abdecken will, zahlt also schnell das Doppelte des beworbenen Einstiegspreises. Kurios: Bei einem der bekanntesten Werkzeuge steigt der Aufpreis pro Zusatzsystem mit der Tarifstufe, von 25 auf 55 Euro. Wer mehr Fragen prüfen will, zahlt für dieselben Zusatzsysteme mehr als das Doppelte.
Diese Zahl ist der wichtigste Prüfstein für jedes Angebot. Wenn ein Retainer 3.000 Euro kostet und im Kern ein Dashboard plus Monatsbericht enthält, zahlen Sie etwa 2.900 Euro für die Aufbereitung von Werten, die ein Werkzeug automatisch liefert.
Das heißt nicht, dass 3.000 Euro zu viel wären. Es heißt, dass die Differenz erklärt werden muss. Content, Technik und Erwähnungen sind Arbeit, und Arbeit kostet. Ein Dashboard ist nach der kompletten Konfiguration, nicht mehr so umfangreich. Genau hier zeigt sich, ob ein Anbieter Expertise hat oder ein Werkzeug weiterverkauft. Marken, die dauerhaft genannt werden wollen, zahlen für Arbeit, nicht für Anzeige.
Fragen Sie deshalb, welche Werkzeuge im Einsatz sind und ob die Lizenzkosten im Preis enthalten sind oder zusätzlich anfallen. Welche Werkzeuggattungen es gibt und was jede davon leistet, haben wir in Werkzeuge im Vergleich aufgeschlüsselt, die Erfassung einzelner Nennungen in Nennungen verfolgen.
7. Wie valide ist eine Messung der KI-Sichtbarkeit überhaupt?
Eine Messung der KI-Sichtbarkeit ist valide auf der Ebene aggregierter Prozentwerte über viele Fragen und viele Wiederholungen. Sie ist nicht valide auf der Ebene einzelner Platzierungen oder einzelner Abfragen. Diese Unterscheidung entscheidet darüber, welche Aussagen ein Bericht überhaupt treffen darf, und sie fehlt in fast jedem Angebot.
Der Grund liegt in der Technik. Generative Systeme suchen bei jeder Anfrage neu und formulieren neu. SparkToro hat mit 600 Freiwilligen zwölf Prompts 2.961 Mal ausführen lassen (Untersuchung vom 27.01.2026). Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass ChatGPT oder Googles KI bei hundert Abfragen zweimal dieselbe Markenliste liefern, liegt unter eins zu hundert. Für dieselbe Reihenfolge liegt sie bei etwa eins zu tausend. Wer Ihnen also einen Platz in KI-Antworten berichtet, berichtet Rauschen.
Stabil ist etwas anderes, nämlich die Häufigkeit, also der Anteil an den Antworten. In derselben Untersuchung erschien eine Marke in 69 von 71 ChatGPT-Antworten. Eine Studie der Universität St. Gallen (arXiv:2604.07585, 08.04.2026) misst für genannte Marken eine Tag-zu-Tag-Übereinstimmung von 0,45 bis 0,59, für die Reihenfolge dagegen nur 0,19 bis 0,30. Der Anteil der Antworten, in denen eine Marke vorkommt, ist damit ein tragfähiges Maß. Der Platz darin ist keines.
Daraus folgt eine Anforderung, die kaum ein Angebot benennt: Wiederholungen. Die St.-Gallen-Arbeit setzt die Untergrenze bei sieben Läufen pro Frage und Messzeitpunkt. Eine Einzelmessung hat einen Standardfehler von etwa 0,37 und ist damit praktisch aussagefrei. Fragen Sie deshalb nicht nur nach der Zahl der geprüften Fragen, sondern nach der Zahl der Wiederholungen pro Frage.
Der zweite Punkt betrifft die Erhebungsart und macht die Werkzeugauswahl zu einer methodischen Entscheidung. Eine Untersuchung von Surfer (05.12.2025) hat 1.000 identische Prompts einmal über die Programmierschnittstelle und einmal über die Nutzeroberfläche ausgeführt. Bei den genannten Marken überlappten die Ergebnisse zu 24 Prozent, bei den zitierten Quellen zu 4 Prozent. Wer über die Schnittstelle misst, misst etwas, das ein Nutzer nie zu sehen bekommt. Google AI Mode und AI Overviews sind über offizielle Schnittstellen ohnehin nicht abrufbar, dort führt nur die Oberfläche zum Ziel.
Der dritte Punkt lässt sich bei jedem Anbieter prüfen. Kein Hersteller eines Monitoring-Werkzeugs veröffentlicht die Parameter seiner eigenen Abfragen, also Temperature, top-p oder Seed. Die Reproduzierbarkeit der Messung ist damit von außen nicht nachvollziehbar. Der Branchenverband IAB behandelt genau diese Offenlegung in seinem Rahmenwerk vom 03.08.2026 als Mindeststandard und unterscheidet ausdrücklich zwischen richtungsweisender und entscheidungsreifer Messqualität. Wie weit die Ergebnisse auseinanderliegen, zeigt ein unabhängiger Vergleichstest von zwölf Werkzeugen: Die durchschnittliche Genauigkeit lag bei 72 Prozent, 9 Prozent der gemeldeten Nennungen waren falsch positiv, und nur acht der zwölf erfassten überhaupt, welche Quellen die KI zitiert hatte. In einem dokumentierten Fall meldeten zwei Werkzeuge für dieselbe Marke auf derselben Plattform 60 gegen 25 Prozent.
Drei Datenquellen sind dagegen fälschungssicher und kosten nichts. Die Server-Logfiles Ihrer Website zeigen, wann ein KI-System die Seite für eine konkrete Antwort gelesen hat, erkennbar an den Live-Abruf-Kennungen ChatGPT-User, Perplexity-User und Claude-User, die von den Trainings-Crawlern GPTBot und ClaudeBot zu unterscheiden sind.
Google Analytics 4 weist erkannte KI-Zugänge seit dem 13.05.2026 einem eigenen Kanal zu, wobei Perplexity in Googles Liste fehlt und über eine eigene Regel ergänzt werden muss. Und die Google Search Console liefert seit dem 03.06.2026 Impressionen aus AI Overviews und AI Mode, allerdings ohne Klicks und ohne Position. Ein Anbieter, der diese drei Quellen nicht einrichtet, verzichtet auf die einzigen Daten im Feld, die nicht auf Wahrscheinlichkeiten beruhen. Man sieht an diesen Themen: Das Gebiet ist einfach neu.
Für Ihren Monatsbericht heißt das dreierlei. Zulässig sind Aussagen wie „Ihre Marke erscheint in rund 40 Prozent der Antworten zu diesem Themenfeld, mit einem Vertrauensbereich von plus oder minus zehn Punkten.“ Zulässig sind Trends über mehrere Monate, solange Modell, Oberfläche und Region gleich bleiben. Nicht zulässig sind exakte Platzierungen, feine Wettbewerbsunterschiede unter zehn Prozentpunkten aus kleinen Stichproben und eine Klickrate, die aus organischen Klicks geteilt durch generative Impressionen gebildet wird, denn Zähler und Nenner messen dort nicht dieselbe Fläche.
8. Woran erkennen Sie ein unseriöses Angebot?
Ein unseriöses Angebot erkennen Sie am schnellsten an einer Garantie. Wer eine Nennung oder eine Platzierung in ChatGPT oder Perplexity garantiert, verspricht etwas, das technisch niemand halten kann. Antworten generativer Systeme entstehen probabilistisch und wechseln von Tag zu Tag.
Rechtlich ist das mehr als eine Übertreibung. Nach Paragraf 5 UWG ist eine Angabe schon unzulässig, wenn sie zur Täuschung geeignet ist. Auf den tatsächlichen Erfolg kommt es nicht an. Das Oberlandesgericht Hamm hat einer Tanzschule die Werbung mit garantiertem Lernerfolg untersagt, weil ein solcher Erfolg nicht in der Hand des Anbieters liegt (OLG Hamm, 4 U 171/12). Die Übertragung auf garantierte KI‑Sichtbarkeit liegt nahe.
Drei weitere Warnsignale kommen häufig vor. Ein einzelner Screenshot als Beweis, obwohl eine positive Einzelantwort nichts belegt. Erwähnungen als einzige Kennzahl, ohne Bezug zu relevanten Anfragen oder Umsatz. Und runde Prozentzahlen ohne Quelle, etwa vierzig Prozent mehr Sichtbarkeit, die auf eine akademische Arbeit zurückgehen, in der eine Inhaltsmetrik gemessen wurde, nicht der Geschäftserfolg eines Kunden.
Der Branchenverband bvik weist selbst darauf hin, dass unabhängige Wirtschaftlichkeitsdaten für den B2B-Mittelstand bisher fehlen. Wer sie behauptet, hat sie nicht.
9. Neun Fragen an eine passende GEO Agentur vor der Beauftragung
Diese neun Fragen trennen belastbare Angebote von Verhandlungsrhetorik. Jede zielt auf ein Problem, das im Markt tatsächlich vorkommt.
- Steht ein Preis auf Ihrer Website, als Betrag mit Leistungsumfang? Gut ist ein Festpreis je Stufe. Ein Warnsignal ist eine Spanne, deren oberes Ende doppelt so hoch liegt wie das untere.
- Garantieren Sie eine Nennung in KI‑Antworten? Gut ist ein klares “Nein” mit Begründung. Zugesagt werden Methode, Messung und Bericht.
- Mit wie vielen Fragen messen Sie, über welche Systeme, mit wie vielen Wiederholungen pro Frage, und gibt es eine Ausgangsmessung? Gut ist ein festes Fragenset über mehrere Systeme mit mindestens sieben Wiederholungen je Frage und Messzeitpunkt. Ein Warnsignal ist eine Einzelabfrage je Frage, denn deren Standardfehler liegt bei etwa 0,37.
- Welche Kennzahlen berichten Sie, und wie hängen sie mit Anfragen zusammen? Erwähnungen allein sind keine Kennzahl.
- Welche Werkzeuge nutzen Sie, und sind die Lizenzen im Preis? Gut sind benannte Werkzeuge mit offenen Kosten.
- Was leistet der Retainer über die Messung hinaus? Gut ist eine konkrete Monatsmenge, etwa zwei Fachinhalte plus Entitätenarbeit.
- Können Sie Pressearbeit und Erwähnungen leisten, oder nur die eigene Website? Gut ist eine ehrliche Grenze.
- Nennen Sie zu jeder Marktzahl eine Quelle? Gut sind benannte Primärquellen mit Datum.
- Gibt es einen namentlichen Ansprechpartner und eine schriftliche Abgrenzung des Nicht-Gelieferten? Gut ist eine benannte Person und eine faire Kündigungsfrist.
10. Was kostet ein GEO Audit bei Hubert Strategies?
Hubert Strategies steht in der Auszählung oben bewusst nicht, weil eine Markterhebung sich nicht selbst mitzählen sollte. Die eigenen Zahlen gehören trotzdem hierher. Ein Beitrag, der Preistransparenz zur ersten Prüffrage macht, muss sie selbst liefern.
Das Audit gibt es in zwei Stufen. Der Kurzcheck kostet 990 Euro und prüft einen festen Fragenkatalog über 3+ KI-Systeme, mit Befund und drei Sofortmaßnahmen. Das Vollaudit ab 2.900 Euro enthält zusätzlich den Wettbewerber-Vergleich, den technischen Befund zu Entitäten und Schema sowie einen Maßnahmenplan mit Aufwandsschätzung. Wer innerhalb von 30 Tagen eine Monatsstufe bucht, bekommt das Audit voll angerechnet.
Die laufende Betreuung hat vier Stufen, alle als Ab-Preise bei drei Monaten Mindestlaufzeit: Messen ab 890 Euro, Messen und Verbessern ab 2.400 Euro, Messen, Verbessern und Belegen ab 3.900 Euro, Portfolio ab 8.900 Euro im Monat.
Die Frage aus Abschnitt 6 gilt auch für uns: Was leistet die Stufe Messen für 890 Euro, das ein Werkzeug für 90 Euro nicht leistet? Konkret enthalten sind 50 Kundenanfragen, die auf Ihr Angebot zugeschnitten formuliert werden, statt aus einer Standardliste zu stammen, laufend gemessen über sechs Systeme: ChatGPT, Google AI Overviews, Google AI Mode, Google Gemini, Perplexity und Microsoft Copilot. Dazu eine dokumentierte Ausgangsmessung, gegen die jeder Monatsbericht verglichen wird, und dieser Bericht ordnet die Zahlen ein, statt sie nur zu zeigen. Die Lizenz für das Monitoring ist im Preis enthalten.
Warum sechs Systeme und nicht drei: Google AI Overviews und Google AI Mode sind zwei verschiedene Oberflächen mit unterschiedlichen Quellen, und wer nur in ChatGPT nachsieht, verpasst die Systeme, die über die Suchmaschine mit rund 90 Prozent Marktanteil in Deutschland laufen.
Ein Maßstab zum Vergleichen: Ein Anbieter beschreibt sein Einstiegs-Audit vorbildlich konkret mit zwölf realen Kundenfragen über drei Systeme, einmalig, für 890 Euro. Genau so sollte eine Leistungsbeschreibung aussehen. Fragen Sie deshalb immer nach drei Zahlen: wie viele Fragen, wie oft gemessen, über wie viele Systeme.
11. Fazit: Wofür Marken am Ende bezahlen
Ein fairer Preis für Generative Engine Optimization erklärt sich aus drei Dingen: der Menge an Content, die tatsächlich entsteht, der Arbeit an Entitäten und Technik, und der Reichweite außerhalb der eigenen Website. Wer als Marke in KI-gestützten Systemen positioniert werden soll, braucht alle drei.
Die Messung gehört dazu, aber sie ist der günstigste Teil. Wer nur für ein Dashboard zahlt, zahlt für die Anzeige, nicht für die Veränderung.
Und noch etwas gehört zum Preis: die Bereitschaft, Grenzen zu nennen. Ein Anbieter, der sagt, was er nicht kann und was niemand garantieren kann, gibt Ihnen die Information, die Sie für eine Entscheidung brauchen. Alles andere ist ein Angebot, das erst im Projekt konkret wird, und dann ist die Verhandlungsposition eine andere.
Preise vergleichen ist einfacher mit einer Ausgangsmessung
Wir sagen Ihnen vorab, wie viele Fragen wir prüfen, über welche Systeme und mit wie vielen Wiederholungen. Wenn das nicht zu Ihrem Vorhaben passt, sagen wir das auch.
Häufig gestellte Fragen
Author: Simon Hubert ist Gründer von Hubert Strategies in Göttingen und arbeitet an generativer Suchmaschinenoptimierung, Knowledge-Graph-Strukturen und KI-Sichtbarkeit in ChatGPT und Co. Seine erste Digitalagentur gründete er 2011. Er hält einen Master in Business Informatics der Universität Mannheim und ist seit über 20 Jahren in Digitalisierung und IT unterwegs, mehrere Jahre davon in Großkonzernen.
Stand: September 2026. Preisangaben sind Selbstauskünfte der genannten Anbieter von öffentlich zugänglichen Preisseiten, abgerufen im September 2026. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
